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Im Schuljahr 2014/15 wurde an der Kaulbergschule als einer der ersten Grundschulen in Stadt und Landkreis Bamberg erstmals das Zwischenzeugnis der ersten bis dritten Klassen durch ein sogenanntes "Lernentwicklungsgespräch" (LEG) ersetzt.

Wir versprachen uns davon eine genauere Information der Erziehungsberechtigten und vor allen eine bessere Einbeziehung der Schüler und damit eine bessere Anbahnung Stärkung ihrer Eigenverantwortlichkeit in schulischen Dingen.

Das Lernentwicklungsgespräch wurde durch eine Änderung der Grundschulordnung möglich. Der Elternbeirat der Kaulbergschule hat dem LEG zugestimmt.

Die Resonanz der Eltern und der Schüler war zum allergrößten Teil sehr positiv, weshalb wir das LEG auch weiterhin an unserer Schule durchführen werden. Inzwischen sind viele weitere Grundschulen diesem Beispiel gefolgt.

Hier einige Auszüge aus einem Schreiben des Kultusministeriums:

Entscheidung: Das dokumentierte Lernentwicklungsgespräch stellt eine Alternative zum Zwischenzeugnis dar, die auf der Basis einer vor Unterrichtsbeginn getroffenen Entscheidung der Lehrerkonferenz und im Einvernehmen mit dem Elternbeirat umgesetzt werden kann. Für das Schuljahr 2014/2015 gilt übergangsweise, dass diese Entscheidung auch noch in den ersten Unterrichtswochen getroffen werden kann.

Das Lernentwicklungsgespräch kann in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 durchgeführt werden. Möglich ist es, das Lernentwicklungsgespräch in allen drei Jahrgangsstufen oder auch nur in einzelnen Jahrgangsstufen durchzuführen. Die Schule muss insoweit aber einheitlich vorgehen. Bei mehrzügigen Grundschulen kann also nicht in den einzelnen Klassen einer Jahrgangsstufe unterschiedlich verfahren werden.

 Zeitraum der Durchführung: Da die Lernentwicklungsgespräche für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, finden diese zeitnah vor dem amtlichen Termin zur Aushändigung des Zwischenzeugnisses (vgl. § 43 Abs. 9 Satz 1 GrSO) statt und können ggf. auch nach diesem Termin noch abgeschlossen werden. Die Lernentwicklungsgespräche finden außerhalb der Unterrichtszeit statt.

 Teilnehmer: Im Lernentwicklungsgespräch tauschen sich Schulkind, Klassenlehrkraft und Erziehungsberechtigte als unmittelbar am Lernprozess des Kindes Beteiligte aus.

 Ablauf und Dokumentation: Im Lernentwicklungsgespräch steht die individuelle Situation des Kindes mit seinen Stärken, Schwächen und Entwicklungspotenzialen im Fokus. Im Rahmen der Erprobung im Schulversuch Flexible Grundschule hat sich mit Blick auf die altersgemäß begrenzte Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in der Eingangsstufe eine Gesprächsdauer von maximal 30 Minuten bewährt. Die Lehrkraft führt das Gespräch mit dem Kind im Beisein der Erziehungsberechtigten und dokumentiert das Lernentwicklungsgespräch. Das Original des von der Lehrkraft, den Erziehungsberechtigten und dem Kind unterschriebenen Dokumentationsbogens erhalten das Kind und seine Eltern. Eine Kopie des Bogens nimmt die Schule zu ihren Unterlagen.

 Die Möglichkeit eines dokumentierten Lernentwicklungsgesprächs anstelle des Zwischenzeugnisses leistet einen Beitrag zur Stärkung der Eigenverantwortung der Schule vor Ort und zur Stärkung der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von Grundschule und Elternhaus. Das Lernentwicklungsgespräch kann ggf. auch Bestandteil des Schulentwicklungsprogramms nach Art. 2 Abs. 4 Satz 4 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) werden.